Glossar C
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Eka
Eins
Ekabhavika
Weder männlich noch weiblich; von gleicher Natur
Ekandandi
Sannyasin, der nur einen Stab besitzt
Ekadasi
Der elfte Tag nach Neumond
Ekadesika
Einseitig; lokalisiert
Ekagrata
Der Geist, der auf ein Ziel gerichtet/ konzentriert ist.
Ekamevadvitiyam
Zeitlos EINS; Brahman
Ekamsa
Ein Teil
Ekanta
Einsamkeit
Ekantabhava
Gefühl der Isolation oder Einsamkeit
Ekantavada
Monismus
Ekantika
Das Letztendliche; das Absolute
Ekarasa
Homogen; uniform; eine Essenz; Brahman
Ekarnava
Ein ungebundener See, so wie das Universum in seiner Auflösung beschrieben wird, - die potenzielle Ursache der nächsten Schöpfung, die als Gewässer, Karana, Sarira dieses all-durchdringenden Sees beschrieben wird.
Ekata
Einssein; Homogenität; Absolutheit
Ekatva
Einheit; Einssein
Ekayana
Das Einssein der Gedanken; Monotheismus
Ekoham bahusyam
Möge ich, das Eine, viele werden; dieses beschreibt die primere Idee, die sich selbst von dem einen ungeteilten Sein vor der Schöpfung offenbart hat.
Esantrayam
Die drei Arten der Wünsche, d.h. der Wunsch nach Werten, Söhnen und einer Frau.
Evam
Auf diese Art und Weise; darum
Gada
Krankheit oder Fieber; - eine der Waffen von Lord Visnu; Keule
Gadadhara
Machthaber des Gada; ein Beiname von Lord Vishnu oder Krishna
Gagana
Himmel, Firmament
Gaganavinda
Himmelslotus; ein Begriff zur Andeutung auf etwas Unwirkliches oder Nicht-Existierendes, z.B. die Welt
Gamanakriya
Das Gehen als Handlung; rechtes Gehen
Gambha
Tief; großmütig; Glanz verleihen; großartig; herrisch; gravierend
Gambhirya
Feierliches Benehmen
Ganapati
Eine Hindugottheit; der göttliche Aspekt, der Erfolg schenkt.
Ganapatya
Eine Hindusekte, die Gott als Ganapati verehrt; ein Mitglied dieser Sekte;
Gandha
Geruch; Duft
Gandharvanagara
Wolkenformationen, die in ihrer Erscheinung ein Bild von Städten oder Gebäuden vermittelt; alle versponnenen Vorstellungen über die Welt.
Gandhatanmatra
Subtiles Prinzip oder Grundelement der Gerüche
Garbhodhaka
Urzeitliche Gewässer
Garhapatya
Haushalt
Garhapatyagni
Eines der drei Feuerriten, die von einem Haushaltungsvorstand abgehalten werden.
Garhastya
Die zweite Stufe des sozialen Hindulebens; des Leben eines Familienvaters
Garima
Die Macht, durch die ein Yogi außerordentlich schwer wird; eines der acht Hauptsiddhis.
Garva
Stolz; Egoismus; Arroganz
Gatagati
Kommen und Gehen; der Weg nach dem Tod.
Gati
Zustand; Bewegung; Gehen;
Gauna
An zweiter Stelle; indirekt.
Gaunabhakti
Das Kultivieren von Hingabe durch Rituale zur Vorbereitung auf den Weg der Liebe (Bhakti).
Gaunavrtti
Sinngemäße Darstellung als Beispiel: (1) Er ist ein Löwe, - er ist kein Löwe; aber er ist so brav wie ein Löwe; (2) Angi-manavaka: der Schüler ist Feuer, - er ist kein Feuer, sondern er strahlt wie Feuer. Dieses ist die zweite Kraft oder Sakti der Begriffe.
Gayatri
Eines der heiligsten vedischen Mantras oder Texte der Hindus.
Gayatrividya
Der Meditationsprozess, wo Gayatri als Symbol Brahmans angenommen wird.
Ghanaprajna
Vollkommenes und ungeteiltes Bewusstsein
Ghatakasa
Der Raum, der durch das Gefäß gebunden wird.
Ghatasuddhi
Reinigung des physischen Körpers.
Ghrana
Nase
Ghrina
Mitleid; Abneigung; Verachtung
Gita
Lied; bezieht sich normalerweise auf den heiligen Text der „Bhagavad Gita“; ein philosophischer Text.
Gonaya
Ochsenkarren
Gotra
Familie; Abstammung; Berg
Graha
Griff; Planet; Finsternis
Grahaka
Erkenner; Empfänger; das, was wahrnimmt, d.h. die Sinnesorgane.
Grahya
Die Sinnesobjekte; reif, um wahrgenommen zu werden
Grama
Dorf; Vielzahl; Ansammlung
Granthie
Knoten
Grhastha
Familienvater
Gubya
Geheimnis; Genital
Guda
Anus
Gudhavasana
Versteckte subtile Wünsche
Guha
Höhle
Guhyabhasana
Privatgespräch; (eines der ‚Fehler’ eines Brahmacharya)
Guna
Angeborene Tugend der Natur
Gunamaya
Voller Qualitäten oder Tugenden
Gunasamya
Der Zustand, wo die drei Gunas gleichstark ausgeprägt sind; das Absolute.
Gunasraya
Bezieht auf die Gunas; Übereinstimmung der Qualitäten
Gunatita
Jenseits der Gunas; jemand, der über die Gunas transzendiert wurde
Gunavada
Ein Zustand der Qualität
Guni
Besitzer der Qualitäten
Guru
Lehrer
Gurukrpa
Die Gnade des Lehrers.
Gurumantra
Mantra, mit dem man durch den Guru eingeweiht wurde
Halasana
Die Haltung des Pflug; Nachahmung eines Pfluges in der Haltung;
Hamsamantra
Das Mantra „Soham“ wird innerlich automatisch von jedem Menschen bei jeder Ein- und Ausatmung wiederholt.
Hamsayoga
Die Lehren von Lord Hari an Brahma und die Kumaras, um ihre yogischen Zweifel zu zerstreuen, wie in der Srimad Bhagavatam beschrieben.
Hana
Unbekümmertheit
Hanuman
Eine machtvolle Gottheit; der Sohn des Windgottes; ein großer Anhänger von Sri Rama; der berühmte Affengott, der Rama bei dem Kampf gegen Ravana half.
Hari
Ein Sein, das alle üblen Taten jener zerstört, die sich zu Ihm zurückziehen: Ein Name von Lord Narayana oder Krishna.
Harsa
Hochgefühl: überschwängliche Freude.
Hasya
Fröhlichkeit oder Amüsement; Spaß
Hathayoga
Ein Yogasystem, um Kontrolle über den physischen Körper und die Lebensenergie zu erlangen; ein System der Asanas, Pranayamas, Bandhas, Mudras und Kriyas.
Hetu
Ursache; Grund.
Hetupanya
Nutzung des Verstandes
Hetuvabhasa
Trugschluss
Himsa
Verletzen
Hiranyagarbha
Kosmische Intelligenz; Herr des Universums; auch Brahma genannt, kosmisches Prana; Sutratma; Apara-brahman, Maha-brahman oder Karya-brahman; das höchste erschaffene Sein, durch das das absolute Sein als physisches Universum leuchtet; kosmischer Geist.
Hitanadi
Der gebräuchliche Name für verschiedene Nerven, die vom Herzen, wo die individuelle Seele im Tiefschlaf ruht, abgehen.
Hota
Der Priester, der die Rig-Veda bei einem Opfer rezitiert
Hrasva
Kurz
Hrdaya
Herz; wesentliches Zentrum
Hrdaya-dhauti
Reinigung des Herzen; Reinigung des Rachens und des Brustraumes
Hrdayagranthi
Der Knoten des Herzens, d.h. Avidya, Kama, Karma
Hrdyaguha
Die Kammer des Herzens
Hrdayakamala
Lotus des Herzens
Hri
Bescheidenheit; die empfundene Scham für falsches Handeln
Iccha
Wunsch
Icchasakti
Die allmächtige Kraft des Wünschens
Ida
Der psychische Nervenfluss, der durch das linke Nasenloch strömt; es ist das kühlende Nadi im Gegensatz zu Pingala, dem wärmenden Sonnen-Nadi.
Idam
Dieses; hier
Idamta
Das Dieses!
Indra
Der Geist oder die Seele; der Herr der Sinne; eine Hindugottheit; Herr der Himmelswesen; der Regent des Himmels; Regengott.
Indrayala
Illusion oder Zauber
Indrajalikamayasadrsa
Ähnlicher der Illusion, die durch Illusion oder Zauber erschaffen wird; unwirkliche Erscheinung, wie in einem Traum.
Indriya
Die Sinne der Wahrnehmung; die Sinnesorgane; dieses sind entweder die physischen äußeren Karma-Indrayas (Organe der Handlung) oder die inneren Jnana-Indrayas (Organe des Wissens, der Erkennung oder Wahrnehmung).
Indriyajnana
Wissen durch die Sinne bzw. durch Wahrnehmung.
Indriyarthasannikarsa
Berührung der Objekten oder Anziehung der Objekte durch die Sinnes-Organe.
Isa
Der Herr
Ista
Objekt der Wünsche; das erwählte Ideal; die besondere Form einer Gottheit, der man hingegeben ist; ein Opferritus.
Istadevata
Die Hauptgottheit
Istamantra
Das Mantra der erwählten Gottheit
Istamurti
Die favorisierte Form oder ein Bildnis der erwählten Gottheit.
Istapurta
Heilige Riten (Ista) und Handlungen zur Wohltätigkeit, wie z.B. das Herrichten öffentlicher Einrichtungen.
Istasiddhi
Das Erreichen des gewünschten Objektes oder des Ziels; der Name eines Buches der Vedanta.
Isvarakoti
Der Grad (Format) Gottes
Isvarapranidhana
Hingabe zu dem Herrn
Isvaraprayatna
Gottes Wille
Isvarapujanam
Gottesdienst
Isvarasrsti
Das, was durch den Herrn erschaffen wurde, wie Elemente usw.
Itara
Der andere
Iti
Auf diese Weise
Itihasa
Epos, ein Buch, dass das Leben und die Abenteuer von Helden beschreibt; - gilt auch für die Mahabharata.
Jada
Einfältig; unintelligent
Jadajadabheda
Der Unterschied zwischen verschiedenen Materieklassen.
Jadasamadhi
Der Zustand des Samadhi, der durch den Hatha-Yoga-Prozess erzeugt wird, wo es kein Bewusstsein oder kein Gegenüber gibt, wie im Chaitanya Samadhi der Vedantins.
Jagadguru
Weltlicher Lehrer.
Jagat
Die sich verändernde Welt
Jagat-vyapara
Weltliches Geschäft
Jagradvastha
Zustand des wachen Bewusstseins; Bewusstsein des objektbehafteten Universums.
Jagrat
Bedingung des Wachzustands
Jala
Nicht wirklich; ein Netz; eine Schlinge; Illusion.
Jalakasa
Äther, der zusammen mit Wolken und usw. im Topf mit Wasser reflektiert wird, doch weder zum Topf noch zum Wasser gehört.
Jalandharabandha
Eine Hatha-Yoga-Übung, wobei das Kinn auf das Brustbein gepresst wird.
Jalpa
Streit; eine Methode der logischen Argumentation.
Janaloka
Eine besondere Region der sieben höheren Ebenen; unmittelbar unterhalb von Tapoloka.
Janma
Geburt, d.h. in das Sein eintreten.
Japa
Die ständige Wiederholung des göttlichen Namens; Wiederholung eines Mantras.
Japamala
Rosenkranz, um die Wiederholungen eines Namens, Mantras etc. zu zählen.
Japarahitadhyana
Meditation, ohne die Wiederholung eines Mantras.
Japasahitadhyana
Meditation mit der Wiederholung eines Mantras.
Jara
Hohes Alter
Jarayu
Kind im Mutterleib
Jarayuja
Lebendgebärende Tiere
Jata
Verfilzte Haare
Jatharagni
Gastrisches Feuer
Jambunada
Gold aus dem Jamboo-Fluss
Jati
Schöpfung; Spezies, Klassifikation
Jatismara
Die Erinnerung von Ereignissen früherer Leben, egal ob spontan oder durch besonderes Bemühen.
Jatyantaraparinama
Die Verwandlung einer Spezies in eine andere.
Jaya
Sieg
Jihva
Zunge oder Tastorgan, Sprache.
Jijnasa
Der Wunsch zu wissen.
Jijnasu
Spiritueller Sucher, der um Wissen ringt.
Jitendriya
Jemand, der die Indriyas oder Sinne meistert.
Jiva
Die individuelle Seele
Jivacaitanya
Individuelles Bewusstsein
Jivagrama
Lebendige Dinge; eine Vielzahl individueller Seelen oder Individuen.
Jivajivabheda
Der Unterschied zwischen einem Individuum und vielen Individuen
Jivakoti
Zur Klasse der individuellen Seelen gehörig;
Jivanmukta
Jemand, der in diesem Leben befreit ist
Jivanmukti
Jemand, der zu Lebzeiten, während des jetzigen Lebens befreit ist/ wurde.
Jivasrsti
Das, was durch das Jiva erschaffen wurden, d.h. Egoismus, Ich-haftigkeit usw.
Jivatma
Individuelle Seele
Jivesvarabhedha
Unterschied zwischen der individuellen Seele und Gott; das Fundament der dualistischen Gedankenschule.
Jnana
Das Wissen; die Kenntnis der Wirklichkeit oder Brahmans, das Absolute.
Jnanabhumika
Die erreichte Stufe oder der erreichte Grad des Wissens.
Jnanabhyasa
Ein allgemeiner Begriff, der für die vedantische Form von Sadhana gebräuchlich ist.
Jnanacakshu
Das Auge der Weisheit oder das Auge der Intuition.
Jnanagni
Das Feuer des spirituellen Wissens oder der Weisheit.
Jnanakanda
Der Teil der Vedas, der sich mit den verschiedenen äußeren Dingen der absoluten Wahrheit befasst; die Upanishads, die sich mit Param Brahman befassen.
Jnanakara
Über die Form der Weisheit; Brahman; Heiliger.
Jnanakasa
Der Äther des Wissens; Brahman.
Jnanamarga
Der Pfad des Wissens; Jnana Yoga.
Jnanamaya
Voller Wissen.
Jnanaistha
Im Wissen des Selbst etabliert.
Jnanasakti
Die Macht des Wissens; die Allmacht universaler Kräfte des Wissens.
Jnanasphurti
Der Blitz/ Funken des Wissens, die Eingebung.
Jnanasvarupa
Die Natur oder die Verkörperung des Wissens.
Jnanatantra
Der tantrische Text, der vom höheren Wissen handelt.
Jnanayajna
Die Verbreitung des Wissens; das Sadhana (die Übung) zum Erreichen des Wissens, das aus dem heiligen Opfer besteht; das Opfer des Individuums für das Absolute.
Jnanayoga
Der Pfad des Wissens; Meditation durch Weisheit; ernsthaftes Nachdenken, Kontemplieren über die wahre Natur des Selbst, wie sie von einem Guru gelehrt wird.
Jnanayogi
Das Praktizieren der Disziplin gemäß dem Weg des Wissens - nach einem Zeitplan.
Jnanendriya
Die fünf Sinnesorgane zur Wahrnehmung.
Jnanodaya
Das Dämmern der Weisheit.
Jneya
Man kann es wissen; man muss es wissen.
Jyastha
Der Älteste; der Beste.
Jyestha
Ein Stern.
Jyothi
Erleuchtung; Helligkeit; Licht
Jyotirdhyana
Die Meditation auf das absolute Licht.
Jyotirmaya
Die volle Menge Licht.
Jyotismat
Voller Licht
Jyotisvarupa
In Form des Lichts.
Ka
Brahma; Visnu; Armor; Feuer; Wind; Tod; Sonne; Seele; König; Verbindung; Pfau; Vogel; Geist; Körper; Zeit; Wolken; Klang; Haar; Werte; Freude.
Kaivalya
Transzendentaler Zustand absoluter Unabhängigkeit; Befreiung; absolute Glückseligkeit.
Kaivalya-moksa
Einmalige Freiheit. Der Jnani erreicht sofort den Jivanmukti-Zustand, wenn er während seines Lebens mit Brahman eins wird. Dieses wird auch Pralaya genannt. – absolute Befreiung.
Kala
Teil; Strahl; Kunst; - Zeit; Tod oder Yama;
Kalacakra
Das Rad der Befreiung;
Kalasakti
Fertigkeiten der Kunst, d.h. in Literatur, Architektur usw.
Kalatita
Jenseits von Zeit.
Kalatraputraisana
Der Wunsch nach Frau und Kind
Kali
Übel; schwarz;
Kaliyuga
Die Zeitepoche der Kali; Eisenzeit; die letzte der vier Yugas; das gegenwärtige dunkle, üble Zeitalter;
Kalpa
Ein Tag Brahmans. 360 Menschenjahre sind ein himmlisches Jahr. 12000 himmlische Jahre machen ein Caturyuga oder Mahayuga. 71 Mahayugas machen ein Manvatara. 14 Manvantaras (inkl. ihrer zwielichtigen Perioden) machen ein Kalpa von 4.320.000.000 Jahren. Eine Nacht Brahmans ist von gleicher Dauer. Er lebte bereits 100 solcher Jahre. Das Leben Brahmans ist als Para bekannt. Sein Leben dauert länger als irgendein anderes Leben. Die Hälfte davon wird als Parardha bezeichnet. Er hat jetzt die erste Hälfte vollendet und befindet sich am ersten Tag der zweiten Parardha. Dieser Tag oder Kalpa ist als Svetavarahakalpa bekannt; Kalpa wird auch das Gesetzbuch der Riten genannt.
Kalpana
Vorstellung des Geistes; Schöpfung des Geistes.
Kalpanamatra
Reine Vorstellungen beruhen nur auf den Vorstellungen des Geistes.
Kalpanika
Dieses beruht auf Vorstellungen; fälschlicherweise erschaffen;
Kalpika
Vorgestellt oder erschaffen; erträumt;
Kalyana
Glücklich; gesegnet.
Kama
Wunsch; Leidenschaft; Lust.
Kamagni
Feuer der Leidenschaft.
Kamajata
Geboren aus dem Feuer der Leidenschaft.
Kamakancana
Lust und Werte; - die beiden großen Hindernisse der Selbstverwirklichung.
Kamamaya
Voller Wünsche und Lust.
Kamana
Verlangen; die Suche nach Vergnügen; Begierde.
Kamasakti
Die Macht der Lust oder Wünsche.
Kamasankalpa
Der Gedanke, der aus dem Wunsch geboren wurde.
Kampana
Schütteln oder Schlottern; Verdrehen von Muskeln; Zittern des Körpers oder der Glieder.
Kamyakarma
Jegliches Handeln, das mit dem Wunsch nach Früchten verbunden ist.
Kancuka
Begrenzung; Schutz, mit dessen Hilfe man vom Allwissenden zum Kleinen wird, oder vom Allmächtigen zum Handelnden im Kleinen wird.
Kanda
Die Wurzel aller Nadis; das eigroße Zentrum der Nerven, das sich unterhalb der Nabelregion befindet.
Kandamula
Wurzeln und Knollen
Kanisthakotyadhikari
Höhergestellte Persönlichkeit für Untergeordnetes.
Kantha
Hals; Nacken
Kanthamula
Der Ausgang de Nackens (Hals).
Kapaladhauti
Ein Prozess, um den Schleim zu reduzieren:
1. Vatakrama: durch Ein- und Ausatmen.
2. Vyutkrama: durch Wasser, das von außen durch die Nasenlöcher gegossen wird und aus dem Mund wieder austritt.
3. Sitkrama: der umkehrte Prozess wie 2. (vom Mund durch die Nase)Kapalarandhra
Der Hohlraum des Schädels
Kapata
Trügerisch; gerissen.
Kapha
Ruhe; eines der drei Anmerkungen zu Ayurveda;
Karali
Das Unwahrscheinliche; eine Flamme des Feuers.
Karana
Ursache; Grund; die nicht-offenbarte Ursache, die, wenn die Zeit reif dafür ist, Gestalt annimmt; die materielle Ursache des Universums im Zustand der Auflösung, d.h. kosmische Energie in einer potenziellen Bedingung.
Karanabrahman
Die höchste und erste Offenbarung des Absoluten; das Absolute eingeschränkt durch Maya; Saguna Brahman.
Karana-jagat
Kausale Welt
Karana-salila
Urzeitliche Gewässer; die potenzielle Bedingung kosmischer Energie, die als ein „Gewässer“ eines alldurchdringenden Ozeans beschrieben wird.
Karanasarira
Der kausale Körper, (wo das Individuum während des Tiefschlafs ruht, und wo der Intellekt, Geist, und die Sinne zu einer nicht-offenbarten potenziellen Bedingung reduziert sind); dieses ist die unmittelbare Abdeckung der Seele, die als Schutzdecke der Glückseligkeit bekannt ist.
Karanatma
Die kausale Seele
Karanavairagya
Leidenschaftslosigkeit, die durch Kummer oder durch erlittenen ‚Schiffbruch’ verursacht wurde.
Karanavaastha
Kausaler Zustand oder Bedingung.
Karanaviveka
Zufällige Ursache, verursacht durch Unterscheidungsfähigkeit.
Karatalabhiksha
Die zusammengelegten Hände als eine Bettlerschale benutzen.
Karma
Handlung. Es gibt drei Arten: Sancita (alle Handlung vergangener Geburten zusammengenommen), Prarabdha (bestimmte Handlungen zusammengefasst, müssen im gegenwärtigen Leben erfüllt werden), und Agami (Karma, das neu durch das Individuum erzeugt wird). Das Karma bindet die individuelle Seele durch das Gesetz von Ursache und Wirkung an das Rad von Geburt und Tod.
Karmabandha
Bindungen, die durch Karma verursacht wird.
Karmabhumi
Land der Handlungen, die Erde.
Karmabhyaksha
Kontrolleur oder Regent der Handlungen (Gott, die Seele)
Karmaja
Aus der Handlung oder Prarabdha geboren.
Karmakanda
Der Abschnitt der Vedas, der sich nur mit den Riten befasst; die Samhitas und die Brahmanas der Vedas.
Karmapara
Vom Karma abhängig.
Karmaphala
Die Früchte der Handlungen; die Folgen von Taten in Form von Schmerz oder Vergnügen.
Karmasakshi
Zeuge der Handlungen.
Karmasaya
Der wahrgenommene Umfang der Handlungen; die Gesamtmenge getaner Arbeit.
Karmavada
Die Doktrin des Karma, wobei es heißt, dass jede Handlung, sei sie gut oder schlecht, unausweichlich Vergnügen oder Schmerz nach sich zieht.
Karmayoga
Der Yoga selbstloser Handlungen; die Pflichterfüllung, gleichgültig ob gegenüber dem eigenen Körper oder der Welt, im Dienst der Menschheit.
Karmayogi
Jemand, der sich der spirituellen Disziplin auf dem Pfad der Handlungen unterzieht.
Karmendriya
Organe der Handlung: die Zunge (Sprache), die Hände, Füße, Genitalien und der Anus.
Karta
Der Handelnde, das Subjekt der Handlung.
Kartavya
Pflicht, die man erfüllen muss, oder zu der man gezwungen ist sie zu erfüllen.
Kartrtva
Der Handelnde
Kartrvada
Der Bereich, in dem man sich unabhängig bewegt.
Karuna
Dankbarkeit; Leidenschaftslosigkeit; Freundlichkeit.
Karunavista
Voller Mitleid.
Karya
Die Wirkung (als Gegensatz zur Ursache) auf den physischen Körper wird als Karya bezeichnet, im Gegensatz zum kausalen Körper, dem Karana; der Welt; Hiranyagarbha.
Karyabrahma
Hiranyagarbha als Effekt von Brahman.
Karyakaranasambandha
Die Beziehung von Ursache und Wirkung.
Karyatattvarthavit
Jemand, der die Bedeutung des Wesens aller Handlungen kennt.
Karyavastha
Die Bedingung einer Auswirkung.
Karyavimukti
Die Befreiung von Handlung; die letztendliche Emanzipation
Kasaya
Der subtile Einfluss des Geistes, der durch das Vergnügen beeinflusst wird, Früchte hinterlässt, die beizeiten aufkommen, und den Geist von Samadhi ablenken; verborgene Eindrücke.
Katha
Eine Geschichte; Historie.
Kaupina
Lendenschurz; wurde früher von den Männern getragen.
Kaya
Der physische Körper
Kayaklesa
Kränkung und Qual des Körpers
Kayasampat
Vervollkommnung des Körpers, sodass er wertvoll ist und damit einen Schatz darstellt.
Kayasiddhi
Vervollkommnung des Körpers durch Yoga.
Kayavyuha
Eine Anzahl von Körpern (erschaffen von einem Yogi, um sein Prarabdha zu erfüllen)
Kendra
Zentrum, Herz.
Kevala
Allein; Single; unabhängig; das Absolute.
Kevalanandasvarupa
Die Form der Glückseligkeit allein; Brahman.
Kevala asti
Nur reine Existenz.
Kevala astitva
Der Zustand des absoluten Seins.
Kevalacaitanya
Reines Bewusstsein oder reine Intelligenz, ohne Gedanken.
Kevalajnana
Absolutes Wissen; Brahma-Jnana.
Kevalakumbhaka
Plötzliches Atemanhalten, das weder mit einer Ein- noch einer Ausatmung fortgesetzt wird.
Keyura
Ein Ornament, das Lord Vishnu an seinem Arm trägt.
Kha
Himmel; Äther.
Khecara
Was sich am Himmel bewegt; die himmlischen Wesen oder die Vögel.
Khecarimudra
Eine Haltung des Hatha-Yoga, wobei der Yogi in der Lage ist zu fliegen.
Khyati
Ruf; der Name; Wissen.
Kirita
Eine Krone; eines der Ornamente von Lord Vishnu.
Kirtana
Singen zu Ehren Gottes;
Kirti
Renommee; Ruf
Klesa
Bedrängnis; Schmerz
Kosa
Hülle; eine Hülle, die die Seele einschließt. Es gibt fünf Hüllen, d.h. die Glückseligkeit, den Intellekt; den Geist, die Lebensenergie und den grobstofflichen Körper.
Koli
Stufe; (Sadhana-koti oder die Stufe eines spirituellen Suchers, Siddhi-koti oder die Regeln des perfekten Seins); Zehnmillionen.
Krama
Regeln für Rituale.
Kramamukti
Fortgeschrittene Vervollkommnung eines Schülers, wobei er sich von dieser Welt hin zu Brahma bewegt und von dort Kaivalya (Befreiung) erreicht.
Kratu
Opfer-Handlung: Yajna.
Kriya
Körperliche Handlung; insbesondere Übungen im Hatha-Yoga, wie Basti, Neti, Nauli usw.
Kriyadvaita
Einssein in der Handlung oder im praktischen Leben.
Kriyajnana
Der intellektuelle Prozess, um Svarupajnana zu erreichen.
Kriyamana
Die Folge der Handlungen des gegenwärtigen Lebens, die in Zukunft erfahren werden; wie Agami.
Kriyanivrtti
Das Loslösen von der Handlung; Emanzipation (Befreiung).
Kriyasakti
Die Macht des Handelns.
Kriyayoga
Yoga der Handlung; Yoga der Selbstreinigung durch äußeres Dienen oder Gottesdienst.
Krodha
Zorn
Krpa
Dankbarkeit; Gesegnet-sein.
Krsnadvaipayana
Der berühmte Vyasa, der Autor der Mahabharata; der achtzehn Puranas, und der Verfasser der Vedas.
Krsnajina
Ein besonderes Tierfell (z.B. Lammfell), das als Sitzunterlage zur Meditation dient.
Krtabuddhi
Hochintelligent; rational denkend; unterscheidungsfähig.
Krtakrtya
Jemand, der alles getan hat, z. B. ein Jnani.
Krtanasa
Zerstörung dessen, was errichtet/ getan wurde; Dank für Handlungen, die getan wurden.
Krtatma
Reine Seele, die außerordentlich gütig und aufopfernd ist.
Kruramati
Jemand mit einem grausamen Geist oder böser Absicht.
Krurata
Grausamkeit; Mitleidslosigkeit
Kshama
Vergebung
Kshana
Augenblick
Kshanabhangura
Jederzeit bereit sein, vernichtet zu werden; außerordentlich kurzlebig; vergänglich.
Kshanika
Vergänglich
Kshanikatva
Vorübergehend.
Kshara
Vergängliche Welt
Kshatradharma
Gesetz des Lebens und das Verhalten der Krieger-Kaste.
Kshatriyavidya
Kriegskunst der Krieger-Kaste.
Kshaya
Zerstörung; ausdünnen; vermindern; Vernichtung
Kshetra
Ein heiliger Ort; aber auch der physische Körper im philosophischen Sinne.
Kshetrajna
Das Individuelle oder die absolute Seele.
Kshina
Machtlos; schwach;
Kshipta
Der Zustand des Umherwanderns des Geistes; der unruhige Geist.
Kshiti
Erde
Kshudrabrahmanda
Mikrokosmos; menschlicher Körper.
Kuladharma
Die Pflichten der Familie.
Kumbhaka
Das Atemverhalten (anhalten); Ausschluss des Atems
Kundalini
Die vorherrschende kosmische Energie, die sich im Individuum befindet. Sie liegt in dreieinhalb Umdrehungen aufgerollt, wie eine Schlange, mit dem Kopf nach unten, in Richtung auf das fundamentale Muladharacakra.
Kusa
Heiliges Gras, das für rituelle Zwecke benutzt wird.
Kutastha
Unveränderlich; Jemand, der sich ausnahmslos in allen Lebewesen von Brahma oder dem Schöpfer bis hinab zur Ameise begründet, der als Selbst strahlt und als Zeuge des Intellekts in allen Wesen wohnt; felsenfest; unveränderlich; ein anderer Name für Brahman.
Kutasthacaitanya
Das innere Selbst; das individuelle Bewusstsein, frei von Egoismus.
Kutasthanitya
Ewig, ohne jegliche Veränderung; das unveränderliche permanente Selbst. Dieses ist das Gegenteil von Parinami Nitya, das sich ständig Verändernde.
Kutasthata
Felsenfestes Sein; das Selbstsein oder Brahman.
Kutira
Hütte; Wohnstätte.
Laghava
Die Leichtigkeit des Körpers durch die Yoga-Praxis.
Laghima
Leichtigkeit, d.h. eines der acht Siddhis der Yoga-Praxis.
Lajja
Scham
Lakshana
Zeichen; Definition; Charakteristik; Bedingung.
Lakshanavrtti
Die im Klang wohnende Kraft, die die Gedanken mit einer besonderen Qualität hervorbringt, wie z.B. Namen, Formen usw., oder das, was damit direkt oder indirekt verbunden ist.
Lakshya
Ziel; Konzentrationspunkt.
Lakshyartha
Es lässt darauf schließen, dass … (z.B. das Lakshyarta von Tat = Brahman ist oder das von Tvam = Kutastha ist.
Lauliki
Die Wellenbewegung des Bauches von einer Seite zur anderen.
Laulika
Weltlich; mit den empirischen Phänomenen verbunden sein.
Laya
Auflösung; Vermischen.
Layacintana
Die Konzentration des Geistes mit dem Ziel ihn aufzulösen; jene Art der vedantischen Meditation, wo der Geist von groben zu den immer subtileren Gedanken geführt wird, bis er sich im Nicht-offenbarten oder Para Brahman auflöst.
Layakrama
Die Order zur Auflösung der Tatvas.
Layasthana
Der Ort der Auflösung.
Layayoga
Der Prozess der Auflösung der individuellen Seele in die absolute Seele; ein anderer Name des Nada-Yoga oder Kundalini-Yoga.
Lesavidya
Der Weg der Unwissenheit.
Lila
Sport; der Kosmos, der aus göttlicher Sicht wie ein Spiel betrachtet wird.
Lilamayi
Ein anderer Name für die göttlichen Kräfte, für die die Schöpfung und dessen Auflösung nur als Spiel oder Sport betrachtet werden.
Lilavilasa
Die Pracht des göttlichen Sports.
Lina
Aufgelöst; vermischt; verloren.
Linga
Symbol; Geschlecht; Zeichen; Markierung.
Lingadeha
Der Astralkörper; der subtile Körper
Lingasarira
Der subtile oder psychische Körper, der insbesondere in der Traumphase aktiv wird und eine eigene Welt erschafft; - die drei Hüllen von Intelligenz, Geist und Lebensenergie, die diesen Körper ausmachen.
Lingatman
Das subtile Selbst.
Lobha
Begehrlichkeit; Gier.
Loka
Die Welt der Namen und Formen.
Lokayata
Materialist; Carvaka.
Lokasangraha
Solidarität der Welt; das Aufsteigen der Welt.
Loluta
Irdische Freuden; Begehrlichkeit; Begierde.