Glossar A

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Abhanavarana

Ausstrahlung Brahmans; eines der beiden Avaran Saktis, die mithilfe von Aparoksha Jnana beseitigt wurden.

Abhasa

Reflexion, Erscheinung, Anschein, nicht wahr.

Abhasam

Effekt

Abhasamatra

nur im Namen

Abhasavada

die Doktrin, die besagt, dass die ganze Schöpfung eine Reflexion der absoluten Wirklichkeit ist.

Abhati

es leuchtet, scheint

Abhava

Worauf das eigene Selbst meditiert und in worin es sich versenkt hat, d.h. das Nichts, als wäre es jeglicher Qualität, Begrenzung beraubt; Abwesenheit; Nicht-Existenz; Negation.

Abhavamatra

von negativem Charakter

Abhavana

der Nicht-Gedanke

Abhavapadartha

Eine Sache, die in Wirklichkeit nicht existieren kann, z.B.: das Horn eines Hasen, der Sohn einer unfruchtbaren Frau

Abhavarupavrtti

Die Funktion des Denkens an nicht existierende Dinge

Abhayadana

Geschenk (die Gnade) der Furchtlosigkeit

Abhayam

Furchtlosigkeit

Abheda

Nicht-Unterscheidung; Nicht-Verschiedenartigkeit

Abheda-ahamkara

das reine Ego, das sich selbst mit Brahman oder dem Absoluten identifiziert

Abheda-bhakti

höchste Hingabe, die in der Vereinigung des Angebeteten und des Anbeters gipfelt; Hingabe ohne das Gefühl von Dualität

Abhedabhava

der Sinn, der Nicht-Trennbarkeit

Abheda-buddhi

der Bhuddi, der die Einheit bewahrt

Abheda-caitanya

ständiges Denken an die Identität der Seele mit Brahman; ungeteiltes Bewusstsein

Abheda-jnana

Kenntnis über die Identität des Individuums mit dem Absoluten (Atman und Brahman)

Abhigamana

sich dem Tempel nähern

Abhijna

Richtung; Wahrnehmung bzw. Erinnerung durch das Gedächtnis

Abhijna Jnana

Erkenntnis durch Wahrnehmung

Abhimana

Egoismus; Identifikation mit dem Körper

Abhimani

Jemand, der egoistische Gefühle hegt

Abhinaya

Kontrolle; Training; Disziplin

Abhinivesa

an das irdische Leben hängen; Lebenswille

Abhivimana

identisch mit sich selbst; ein Beiname des unbegrenzten Sein

Abhivyakta

offenbart

Abhokta

Griesgram

Abhyantara

innerlich

Abhyasa

Wiederholung bzw. Praxis der Sad Lingas

Abhyasin

Praktiker des Yoga; Jemand, der die Veda studiert

Abhyudaya

Begeisterung

Abuddhi-purva

unintelligent; gefühllos

Acala

ohne Bewegung; fixiert

Acamana

Wasser, das aus der hohlen Hand rinnt; ein vorbereitender Ritus, wie er z.B. mit einer Ganges-Verehrung verbunden ist

Acara

rechte Führung, Brauch, Praxis, Befolgung gebräuchlicher Regeln und Gesetze

Acarana

Einhaltung einer rechten Lebensführung

Aceta

unintelligent

Acetana

unbewusst

Acintya

undenkbar

Acintya Sakti

geheimnisvolle Kräfte

Acit

leblose Materie

Acit Sakti (of Brahman)

Tamas oder große Dunkelheit; die Wurzel von Materie

Acit Vastu

fühlende Materie

Acyuta

unzerstörbar; unveränderlich

Adambhitva

bescheiden

Adarsa

Ideal

Adarsa-purusa

Jemand, der als Vorbild dient; eine exemplarische Persönlichkeit

Adbhuta

wunderbar

Adesa

eine göttliche Aufforderung von innen heraus

Adhama

als gering eingeschätzt; erniedrigt; herabgesetzt

Adhama uddharaka

der Aufrichter eines Erniedrigten

Adhara

Unterstützung; Grundlage; Brahman; auch: das System besteht aus fünf Prinzipien, d.h. der physischen, vitalen, mentalen, intellektuellen Schale und der Schale der Glückseligkeit; Gefäß;

Adhara-adheya-sambandha

Beziehung zur Unterstützung und der Sache, die unterstützt wurde; Beziehung zur Position und der Sache, die lokalisiert wurde; Beziehung zur Heimstatt und dort verweilen

Adharma

alles was gegen Recht und Gesetz steht; Schwäche

Adhi

Krankheit des Geistes

Adhibhautika

ursprünglich

Adhibhautika Sarira

Körper, der aus Elementen zusammengesetzt ist

Adhibhautika Tapa

Schmerz durch Bhutas verursacht, d.h. durch Stich eines Skorpions, Schlangenbiss usw.; Leiden bedingt durch die Natur

Adhibhuta

mit den Elementen verbunden sein; die Vorstufe zur Materie

Adhibhuta-vidya

die Wissenschaft der körperlichen oder materiellen Welt

Adhi-daiva-vidya

die Wissenschaft des Himmels

Adhidaivika

zum Himmel oder zu den himmlischen Wesen gehörig

Adhidaivika Tapa

Schmerz verursacht durch göttliche Fügung, wie z.B. Donner, Regen, Flut usw.

Adhika

Additiv

Adhikarana

Abschnitt; Thema; Substrat; Behälter

Adhikari

qualifiziert sein

Adhikari-vada

Die Doktrin zur Einhaltung einer bestimmten Richtung (Disziplin) eines Suchenden entsprechend seiner Fähigkeiten

Adhimatra (Vairagya)

Stufe der Vairagya (Leidenschaft), wenn selbst weltliche Freuden zur Quelle von Schmerz werden

Adhipatipratyaya

das Festlegen der Ursache/ Quelle

Adhisthana

Hintergrund; Unterstützung; Grundlage; Substrat; Quelle (Brahman); die zu Grunde liegende Wahrheit oder das Wesenhafte

Adhisthatr

die leitende/ vorherrschende Göttlichkeit

Adhiyajnya

mit dem Opfer (der Opfergabe) verbunden sein

Adhokshaja

Ein sein, das nicht durch die nach außen gerichteten Sinne wahrnehmbar ist; ein Name von Bhagvan Narayana

Adhvaryu

Ein Priester, der die Yajurveda (eine der vier Vedas der Hindus) bei einem Opfer rezitiert

Adhyaksha

treibende Kraft; Vision

Adhyaropa

illusionäre/ falsche Zuordnung; überstülpen; etwas wird als etwas Falsches angesehen; Qualitäten werden falsch zugeordnet; Qualitäten des Selbst werden dem Körper zugeschrieben

Adhyaropita

etwas Fingiertes zuschreiben

Adhyasa

Visionen falsch zuordnen

Adhyasta

falsch erkannte Dinge

Adhyasta astitva

reflektierte Existenz

Adhyatma sastra

spirituelle Wissenschaft

Adhyatma vidya

Wissenschaft des Selbst

Adhyatma-vit

Kenner des inneren Selbst

Adhyatmika

zum Atman gehörig

Adhyatmika Tapa

Schmerz von innerer Ursache, wie z.B. Kopfschmerz usw.; innewohnendes Leiden

Adhyatmika Vidya

Wissenschaft des Selbst

Adhyavasaya

die bestimmende Funktion des Buddhi oder Intellekt

Adi-tattva

das erste Prinzip; Brahman; Mula Prakrti; der erste Element der Materie oberhalb von Akasa in der subtilen Abstufung

Aditya

Sonnengott; Sonne; eine Klasse des himmlischen Seins

Adrsta

das unsichtbare Prinzip

Adrstam

nicht wahrnehmbar

Adrsya

das, was nicht mit dem menschlichen Auge sichtbar ist: (Brahman)

Advaita

Nicht-Dualität; Einssein

Advaita Nistha

das Aufgehen in den Zustand der Nicht-Dualität

Advaita vada

die Theorie, dass nur Brahman existent ist; Monismus; Vedanta

Advaita vedanta

Nicht-dualistische Philosophie (der Samkara)

Advaita-avastharupa-samadhi

Nirvikalpa Samadhi von Advaitins, d.h. wo es keine Brahmakara Vrtti gibt - dieses ist der höchste überbewusste Zustand, wo es keinen Dreiklang von Wissen, Kenner und Gewussten gibt, sondern nur EINS im eigenen Sein existiert.

Advaita-siddhi

Verwirklichung des nicht-dualen Brahman oder des Einssein

Advitiya

nicht eine Sekunde

Advitiyata

Zustand der Zeitlosigkeit

Adya

original; ursprünglich

Adyasakti

ursprüngliche Kraft; Avyaktam oder Mula Prakrti

Agadha

unergründlich

Agama

Handbuch der praktischen Verehrungen; die Veda

Agama pramana

die Veda als Beweis

Agami (Karma)

das Karma, das jetzt erzeugt wird, führt später zur Freude

Agandha

geruchlos

Agati

Stabilität

Aghamarsana

einige vedische Verse, die zur Reinigung beim Baden gesprochen werden; Verse der Reinigung

Agni

Feuer

Agni astra

Feuergeschoss

Agni-hotra

Ein Feueropfer

Agni-manavaka

wörtlich: leuchtender Junge. Beispielhaft für Gauna Vrtti oder der zweite Sinn. Genau bedeutet es: ein Junge, der das Feuer selbst ist. Man kann es auch als Guna (Qualität) des Feuers sehen, d.h. jemand, der wie das Feuer leuchtet.

Agnistut

Jemand, der mit seinem Gesang das Feuer verehrt (vedisches Opfer)

Agni-tattva

das Feuer-Prinzip

Agni-vidya

der Meditationsprozess, wobei das Feuer als Brahman angenommen wird

Agrahaya

was man nicht greifen kann (Brahman)

Aguna

ohne Guna oder Qualität

Ahaituka

bewegungslos, sinnlos

Aham

das Ich; das Ego

Aham Atma

ich bin der Atman

Aham Brahmasmi

ich bin Brahman

Aham duhkhi

ich bin unglücklich

Aham etat na

ich bin nicht dies

Aham idam

ich (und) dieses

Aham karta

Ich bin der Handelnde

Aham pratyaya

das Ich-Gefühl; Selbstbewusstsein

Aham sukhi

Ich bin glücklich

Ahameva sarvah

ich allein bin alles

Ahamgraha Upasana

eine Form der Meditation, wo der Übende sich mit Brahman oder dem absoluten Sein identifiziert. Eine vedantische Verehrung

Ahamika

Egoismus; Stolz

Ahamkara

Egoismus oder Selbst-Einbildung; das Prinzip der arroganten Ich-Einbildung, des Ich-Seins; Selbstbewusstsein

   - Rajasika ahamkara

Dynamischer Egoismus mit Stolz und Leidenschaft

   - Satvika ahamkara

Egoismus, der im Sinne von Güte und Tugend gebildet wird

   - Tamasika ahamkara

Egoismus, der sich durch Unwissenheit und Trägheit ausdrückt

Ahamkara-avacchinna-caitanya

Intelligenz gepaart mit Egoismus, die absteigende Seele, Jivatman

Ahamkara-tyaga

Zurückziehen des Egoismus

Ahamta

das Ich-sein

Aham-vrtti

der Gedanke, der in sich selbst arrogant ist

Ahara

Nahrung; Objekt der Sinne; alles, was durch die Sinne aufgenommen wird

Ahavaniya

eines der drei geweihten Feuer, in das die Opfergaben eines Familienvaters geworfen werden

Ahimsa

Nicht-verletzen in Gedanke, Wort und Tat

Ahuti

Opfergaben, die in das heilige Feuer geworfen werden

Aisvarya

materielle oder spirituelle Werte

Aitihya

Gerücht; eines der acht Beweise des Wissens

Aja

Ungeboren

Ajahallakshana

nicht allein gelassen, sondern vertiefend, z.B.: "Ein rotes rennt", wobei man das Wort Pferd hinzufügen muss, denn die Qualität allein kann nicht rennen.

Ajapa

Das Mantra "SoHam" (Ich bin ER), das durch den Atem selbst ohne bewusstes Wiederholen hervorgerufen wird: die Einatmung klingt "So", und die Ausatmung "Ham".

Ajapa-gayatri

Hatmah-soham Mantra

Ajara

ohne Alter

Ajati Vada

Die Theorie der Nicht-Evolution

Ajita

das Unbezwungene; eines der Beinamen des Lord Vishnu

Ajna-cakra

der sechste Lotus der Yogis, der dem Augenbraunwurzelpunkt gegenüber liegt; das ist der Sitz des Geistes; er hat zwei Blütenblätter

Ajnana

Unwissenheit

Ajnana-avarta-ananda

Ananda oder Glückseligkeit eingeschlossen in der Unwissenheit; die Glückseligkeit, die man im Tiefschlaf erfährt.

Akanksha

Wünschen

Akara

Der erste Buchstabe oder der Urklang, der durch den ersten Buchstaben im Alphabet repräsentiert wird

Akarma

Trägheit

Akarsana Sakti

die Macht der Ablenkung

Akarta

der Untätige

Akartavya

das, was nicht getan werden sollte

Akarya

das, was unbedingt getan werden muss

Akasa

Äther

Akasa Mandala

Region des Äthers

Akasa Nila

das Blau des Himmels

Akasa Tattva

das Äther-Prinzip

Akasaja

geboren aus Akasa

Akasavani

himmlische Stimme

Akasmatra

ausschließlich Äther

Akasmika

ohne ein "Warum"; grundlos

Akhanda

unteilbar

Akhanda-ananda

ungebrochene Glückseligkeit

Akhanda-brahmacarya

ungebrochene Ehelosigkeit (Zölibat)

Akhandaikarasa

die eine ungeteilte Essenz

Akhandaikarasavrtti

das reine homogene Brahmakara Vrtti, das durch das Meditieren auf Brahman erzeugt wird

Akhandakara

das, was von Natur aus unteilbar ist

Akhanda-mauna

ungebrochene Stille

Akhanda-samadhi

ungebrochenes Samadhi

Akhyana

eine Vielfalt mythologischer Geschichten

Akrodha

Abwesenheit von Zorn

Akrsna

nicht schwarz; weiß oder rein

Akrtabhigama

das Auftreten von Früchten von Handlungen, die man nicht ausgeführt hat

Akshara

Silbe; unsterblicher Brahman; das, was niemals aufhört

Akshara Vidya

das unsterbliche Wissen; der Meditationsprozess auf Brahman

Akshara-suddhi

klare Aussprache der Buchstaben des Mantras

Aksharatma

unsterbliches Selbst

Aksharat-paratah-parah

Purusa (absolutes Sein) ist größer als Akshara

Akshaya

ewig; vergeht niemals

Akshobha

bewegungslos; unzerstörbar; Abwesenheit von Erregung

Akshobhya

bewegungslos (bleibt selbst bei Bewegtheit ungerührt)

Akuncana

Verengung; Kontraktion

Alakshana

ohne bestimmte Merkmale

Alambana

Unterstützung

Alambana pratyaya

die ursprüngliche Ursache

Alata cakra

ein Stock, der auf der einen Seite brennt, verursachte beim kreisförmigen herumschwenken die Illusion eines Feuerkreises

Alaya Vijnana

die innere Erkenntnis; der Zustand des Absoluten gemäß Yogacaras

Alaya Vijnanapravaha

Training zur Selbsterkenntnis

Alinga

ohne Kennzeichen

Alocana

Nachdenken; Aufmerksamkeit; Betrachtung; Reflexion

Alpa

klein

Amala

ohne Reinheit

Amalaka

emblica myrobalan

Amalam

frei von Maya; frei von der Unreinheit der Maya (Illusion)

Amana, Amanaska

frei von Gedanken

Amanahstha

jemand, der Gedankenlosigkeit erreicht hat

Amanaskata

der Zustand, frei von Gedanken zu sein

Amanava

kein Mensch/ Mann

Amara

unsterblich; frei von Tod/ Sterblichkeit

Amara-purusa

unsterbliche Persönlichkeit wie Vyasa, Narada usw.; jemand, der frei von Sterblichkeit ist

Amarsa

das kombinierte Gefühl von Angst und Eifersucht

Amatra

ohne Zeichen sein

Ambara

Himmel; Äther; Kleidung; Gewand

Amrta

Nektar

Amrta vigraha

Verkörperung des Nektars

Amrta(sya)-putrah

Nektar's Sohn (aber auch: die Wirkung, die vom Göttertrank ausgeht)

Amrtam

Unsterblichkeit

Amrta-nadi

ein besonderer (psychischer) Nerv, der vom Herzen ausgeht

Amrtattva

Unsterblichkeit

Amsa

Teil

Amukhya karana

von untergeordneter Ursache

Amurta
   (Amruta-elements)

ohne Form;
(Elemente ohne Form, z.B.: Luft und Äther)

Anabhidya

nicht den Besitz anderer begehren; keine eitlen Gedanken hegen; nicht über die Verletzungen durch andere brüten

Anadi

ohne Anfang

Anadi-ananta

ohne Anfang und Ende; unendlich; dieses ist Brahman

Anadi-kala

ewige Zeit ohne Anfang

Anadi-pravaha-satta

Fluss ohne Anfang; Endlosigkeit; Anfanglosigkeit, die jedoch begrenzbar ist

Anadi-samskara

Eindruck ohne Anfang

Anadi-santa

Maya (Illusion), die aufhört, nachdem Brahman erreicht wird

Anagata

gehört zur Zukunft

Anaham

das "Nicht-Ich" oder "Nicht-Ego"

Anahata

der vierte Lotus der Yogis gegenüber dem Herzen; mystischer Klang, der von den Yogis gehört wird

Anahata-dhvani

mystischer Klang, der von den Yogis gehört wird

Anamaya

ohne Krankheit (Brahman)

Ananda

Glückseligkeit; Glück; Freude

Ananda Abhava

das Ausbleiben von spiritueller Glückseligkeit

Ananda Ghana

viel Glückseligkeit

Ananda pada

glückselige Saat

Ananda sagara

ein Ozean voller Glückseligkeit

Ananda svarupa

die wesentliche Natur der Glückseligkeit

Ananda valli

ein Teil der Taittiriya Upanishad 

Anandamaya

die Fülle von Glückseligkeit

Anandamaya Kosa

die glückselige Hülle oder Karana Sarira, der Saatkörper, der Mula Ajnana oder das Potenzial dafür enthält

Ananta

unendlich; endlos; Sesa, der Hauptgott der Seeschlangen

Ananta-amatra

unendlich und unermesslich

Ananta-ananda

unendliche Glückseligkeit

Ananta-drsti

unbegrenzte Vision

Anantatvat

... weil man unendlich oder endlos ist

Anant-matra

unendlich oder absolute Zeichen haben/ erkennen

Ananya Bhakti

ausschließliche Hingabe zu jedem Aspekt des Göttlichen. So wie man in einem Stuhl, Tisch, einer Tür, einem Stock usw. nur den Herrn (oder das Wesen des Holzes) sieht, erkennt man Lord Narayana in allen Formen. Dieses ist Ananya Bhakti. Wenn der Meditierende und das Objekt eins werden, ist das Ananya Bhakti. Wenn man auf Lord Krishna als Nirguna Brahman der Upanishad meditiert, ist das Ananya Bhakti. Wenn der Geist nur auf Lord Siva gerichtet ist und alles andere ausgeschlossen wird, ist das Ananya Bhakti.

Ananyata

unbeirrt einem Ziel folgen

Anartha

Übel; falsch; abstoßendes Objekt (Aversion)

Anasakti

unberührt; Mitleid; Vairagya

Anasrama

es gehört zu keiner der vier Aufgaben im Leben

Anatma

Nicht-Selbst; gefühllos

Anavacchinna-caitnaya

Intelligenz, d.h. absolute Selbst, das nicht vereinnahmt werden kann

Anavacchinnam

unbegrenzt

Anavadhana

Nicht-verhaftet-sein

Anavasada

Sorgfalt; Niedergeschlagenheit

Anavastha

Trugschlüsse, die sich aufgrund falscher Schlussfolgerungen ergeben

Anavastha-dosa

Rückschritt in das Endliche

Anavastitva

Labilität

Andaja

aus dem Ei (zoologisch) geschlüpft

Andolana

schwingend; drehbar

Aneka

nicht Eins, sondern viele

Anga

untergeordnetes Mitglied; Gliedmaßen; Stufe

Angirasa

Brhaspati oder der göttliche Lehrer; der Herr der Weisheit

Angustha-matra

von der Größe eines Daumen

Anima

Feinheit; die Kraft, um den Körper subtil werden zu lassen; die Körpergröße und -dichte willentlich verkleinern; eines der acht Siddhis

Anirdesya

unbeschreiblich; undefinierbar

Anirvacaniya

unbeschreiblich; nicht ausdrückbar; weder existierend noch nicht-existierend

Anirvacaniya-satta

geheimnisvolles Sein (Maya)

Anisata

Machtlosigkeit

Anistha

unerwünscht; schlecht

Anisya

kein Gott; kein Meister der Natur, doch Subjekt für die Natur; machtlos

Anitya

vorübergehend

Annam

Materie; Nahrung

Annamaya-kosha

die Hülle der Nahrung; der grobstoffliche Körper

Anrta

Falschheit oder Unwahrheit

Anta

Ende

Antahkarana

inneres Instrument; der vierfache Geist; Geist, Intellekt, Ego und Unterbewusstsein

Antahkarana-catustaya

der Geist in seinen vier Aspekten, d.h. Manas, Buddhi, Citta und Ahamkara; das vierfache innere Organ

Antahkarana-pratibimba-caitanya

Reflexion der absoluten Intelligenz im Geist

Antahkarana-sastra

Psychologie; Wissenschaft der inneren Organe; d.h. des Geistes, Intelligenz und Ego

Antahkarana-vyapara

Die Konstruktion von Gedanken; die Arbeitsweise des Geistes

Antah-prajna

das innere subjektive Bewusstsein

Antar

innerlich; in der Mitte; der zusammenhängende Raum

Antarabdha-karya

Aktivitäten, die noch keine Folgen erzeugen

Antaranga

das innere Organ; Geist

Antaratma

das innewohnende Selbst; die innere Seele

Antardhauti

die innere Reinigung

Antar-drsti

die innere Vision

Antargata

versteckt; innewohnend

Antarika

innerlich; aus vollem Herzen

Antarika prema

aus vollem Herzen; göttliche Liebe

Antariksha

Firmament; Himmel

Antarjyoti

das innere Licht

Antarlakshya

die innere Vision

Antarmukha

verinnerlicht; der nach innen gerichtete Blick

Antarmukha-vrtti

ein Zustand, wo der Geist nach innen gerichtet ist und von den Objekten zurückgezogen wurde

Antarvaha-sarira

der subtile Körper eines Yogi, mit dem er in andere Körper eindringen kann

Antarvestini

ein wichtiger delikater Nadi. In diesem Nadi befindet sich der reine Kundalini Sakti

Antaryamana

Herrschaft im Inneren

Antaryamin

innerer Regent; das absolute Sein ist in allen Schöpfungen vorherrschend und lenkt sie

Antevasin

der direkte Schüler

Anu

Atom; Miniaturgröße

Anubandha-catustaya

die vier untrennbaren Bestandteile der Arbeit, d.h. 1. Visaya oder das Subjekt durch das man wirkt, (Brahman). 2. Prayojana oder der Segen, der sich aus das Studium ergibt (Moksha). 3. Sambandha oder die Verbindung zwischen dem Wirken als Ganzes und dem handelnden Subjekt. 4. Adhikari oder der qualifizierte Schüler (ein Mensch, der sich den vorgeschriebenen Sadhanas unterzieht, d.h. den vier Möglichkeiten zur Befreiung)

Anubhava

unmittelbare Wahrnehmung, Erfahrung; intuitives Bewusstsein (Selbstverwirklichung); Identifizieren des Jiva mit Brahman; persönliche spirituelle Erfahrung

Anubhava-advaita

die lebendige Erfahrung des Einsseins

Anubhava-gamyam

direkt wahrnehmbar (durch Samadhi)

Anubhavi guru

ein Lehrer, der verwirklicht ist

Anudbuddha

nicht erweckt

Anugraha

Gnade

Anukampa

Sympathie

Anumana

Schlussfolgerung; eines der Beweise des Wissens

Anumanta

derjenige, der die Erlaubnis zur Bewegung der Natur gibt

Anupadaka

ohne Empfänger; das Basiselement der Materie, das nach Akasa kommt, - es wird so genannt, weil sich bei den Menschen noch kein Empfängerorgan dafür entwickelt hat.

Anupalabdhi

Eines der acht Beweise des Wissens von der Existenz der Nicht-Existenz oder des Negativen

Anuparimana

von der Größe eines Atoms

Anuraga

intensive Liebe zu Gott

Anusandhana

Untersuchung; in der Vedanta: Untersuchung in die Natur Brahmans

Anusaya

Das Gleichgewicht oder der karmische Rest, der die Seele zur Wiedergeburt in diese oder eine andere Welt zwingt, nach vorübergehender Freiheit in einer höheren Sphäre

Anusmarana

Erinnerung; ständige Erinnerung an Brahman oder Gott

Anusthana

systematische regelmäßige religiöse Praxis für einen bestimmten Zeitraum, d.h. 40, 90 Tage, 1 Jahr etc.

Anutapa

späte Reue

Anutva

klein; fein; subtil

Anuvada

eine weitere Aussage über etwas, was bereits bekannt ist

Anuvrtti

ständiges Herumdrehen

Anuvyakhyana

Kommentar

Anuvyavasaya

Wahrnehmung eines Urteils

Anuyogin

Wenn ein Topf als existent scheint, so scheint es, als würde er sich von dem Rest der Welt unterscheiden; die Andersartigkeit hat er für sein anuyogin bekommen und den Rest der Welt für sein pratiyogin (Gegenteil)

Anvaya

direkt, positiv, Koexistenz; die natürliche Verbindung von Wörtern in einem Satz; grammatikalische Beziehung; logische Verbindung von Ursache und Wirkung; logische Folge; in Nyaya, eine Aussage über die Konstante; hetu und der Hauptbegriff sadya einer indischen Logik

Anvaya-vyatireka

positive und negative Behauptung; Beweis der Behauptung und Verneinung;
so wie fünf Arten von Linsen zu Dal vermischt werden, wird Atman zu den fünf Kosas (Schalen) vermischt. Man muss die fünf Schalen vom Selbst entfernen. Man muss Namen und Formen von Existenz-Wissen-Glückseligkeit trennen. Die Anvaya und Vyatireka-Prozesse gehen immer miteinander einher. Das Selbst existiert in den fünf Schalen, und doch sind es keine Schalen. Dieses ist Vedanta Sadhana. Der Strebende entfernt Namen und Formen und die fünf Schalen und verwirklicht die eine, alldurchdringende, unteilbare, unendliche, ewige, unveränderliche Essenz, d.h. Brahman.

Anyat

ein anderer

Anyatha

Getrenntsein; der Zustand etwas anderes zu sein

Anyathakhyati

Der Prozess, sich ein falsches Bild von einem Objekt zu machen, das einem anderen Objekt aufgrund eines in das Gedächtnis zurückgerufenen ersten Eindrucks ähnlich ist. Die Theorie von einem Seil, das aufgrund eines früheren Eindrucks als Schlange angesehen wird.

Anyonya

gegenseitig, wechselseitig

Anyonya-abhava

wechselseitig nicht-existent, schließt sich aus (d.h. ein Topf existiert nicht in einem Tuch oder umgekehrt)

Anyonya-adhyasa

gegenseitig auferlegen

Apamana

Missachtung

Apana

Die Nerven, die die Bauchregion steuern und ihr Zentrum im Anus (After) haben; die Nerven sind für die Ausscheidungsfunktion verantwortlich; sie bewirken den Stuhlgang und die Ausatmung

Apancikarana

subtiler Zustand der Materie bevor sie sich mit den fünf gröberen Elementen vermischt; die ruhelose Form der Elemente (die Linga Saritra) wurde aus einem subtileren Zustand der Materie im Apancikrta-Zustand verursacht.

Apara

anders; relativ; niedriger; minderwertig

Apara-Brahman

der niedrigere Brahman; Saguna Brahman oder Isvara (der persönliche Gott)

Aparadha

Fehler

Aparajita

uneinnehmbar

Apara-paksha

die andere Seite oder der gegenüberliegende Flügel

Apara-parsva

die andere Seite oder Flanke

Apara-prakrti

die niedere kosmische Energie, durch die Gott alles in der Natur formt, grobe sowohl als auch subtile Formen

Apara-vairagya

die niedere Art von Vairagya oder das Mitleid von geringerer Art

Apara-vidya

die Kenntnis über die Vedas oder das geringere Wissen; intellektuelles Wissen

Aparicchinna

unendlich; ewig

Aparigraha

die Freiheit von Begehrlichkeit; das Nichterwarten von überschwänglicher Dankbarkeit; eines der vier Begriffe von Yama, der vorausgehenden Disziplin für Yoga.

Aparimita-drsti

die Sicht, die die Grenzen von Raum, Zeit und Ursprung überschreitet

Aparinami

frei von Veränderungen

Aparoksha

direkt; sofort

Aparokshanubhava-svarupa

das Wesen der direkten intuitiven Wahrnehmung; die Natur oder Form direkter Verwirklichung

Aparokshanubhuti

direkte, aktuelle Erfahrung

Aparokshatva

das Gefühl von unmittelbar oder direkt

Apas

Wasser

Apasarpana

sich wegbewegen

Apas-tattva

das Wasserprinzip

Apataramaniya

schön auf den ersten Blick; außerordentlich Attraktiv für denjenigen, der nicht unterscheiden kann

Apath

Wasser

Apathapapmatva

Der Zustand, wo man von allen Sünden frei ist; die absolute Seele

Apatkala

eine unglückliche Zeit für Missgeschicke

Apavada

Ausnahme; Verneinung; Ablehnung; verleugnen; das Widerlegen einer falschen Beschuldigung oder Fehleinschätzung: so wie man ein Seil wirklich als Seil und nicht als Schlange sieht, ähnlich nimmt die Welt so wahr wie und was sie wirklich ist (die fünf Element usw.).

Apavada-yukti

das Beschäftigen mit der logischen Methode des Apavada

Apavarga

Offenbarung; Befreiung; die letzte der vier Purusarthas, wie Moksha oder die Befreiung von der Bindung des Körpers (die anderen drei sind Dharma, Artha und Kama)

Apavitra

unrein

Apekshika

relativ

Apekshikya

Verwandte

Aprajnata

unbekannt

Aprakata

nicht veröffentlicht; verborgen

Aprama

falsches Wissen/ Kenntnis

Apramattha

sorgfältig; wachsam; achtsam; nicht dumpf oder berauscht

Aprameya

unermesslich

Aprana

ohne Prana (Lebensenergie), ohne Brahman (Gott)

Apratarkya

unfassbar; unergründlich

Apratisamkhyanirodha

das Zuendekommen ist nicht abhängig vom Widerspruch des Geistes

Apta

kompetente Persönlichkeit; ein Heiliger (angenommener); Sympathisant

Apta-dharma

eine Pflicht, die von einer Bezugsperson niedergelegt wird

Apta-karma

Jemand, dessen Wünsche erfüllt wurden; Jivanmukta; ein verwirklichter Heiliger

Apta-vakya

der Nachweis eines Weisen; eine Aussage des Vertrauens; Veda oder Sruti

Apunya

sündig; nicht verdienstvoll

Apurna

unvollkommen

Apurva

ungesehen; fremd; außergewöhnlich; die versteckte Kraft von Karma, die erst in der Zukunft Früchte trägt

Apurvata

ungewöhnliche Art des Beweises

Aradhana

besondere Verehrung Gottes;

Arambha

mentale Einweihung in eine Handlung; Sankalpa

Arambhakopadhana

eine materielle Ursache, die als Folge etwas völlig Neues hervorbringt, z.B. die Atome, gemäß der Vaisesika Schule.

Arambha-vada

die Doktrin über die Schöpfung der Welt durch Isvara; die Theorie über einen Anfang, eine Entstehung, eine Schöpfung der Welt durch etwas, das außerhalb des Fragenden steht; die Doktrin über eine absolut neue Schöpfung; die Theorie von der Nyaya-Vaisesika.

Arani

Opferholz, um ein Feuer durch Reibung zu erezugen

Arati

Gottesdienst, im allgemeinen früh am Morgen gehalten, unter Licht, Musik, Glockenklang; - aber auch: Ganga-Arati zur Dämmerstunde am Abend;

Arcana

das Opfern von Blumen, Blättern usw. zur Puja oder zur Anbetung eines Objektes, wobei dessen Namen ständig leise wiederholt wird

Arcida-marga

Der Weg der Götter oder der nördliche Weg einer individuellen Seele nach dem Tod, den der Yogi auf seinem Weg zu Brahman nimmt, wobei er sich von der aufsteigenden Sonne (15. Januar bis 15. Juli) entfernt.

Ardhangini

Lebenspartnerin; besonders Parvati, die Gemahlin von Lord Siva

Arghya

Wasseropfer für Devatas und Rishis.

Arjava

Einfachheit; Aufrichtigkeit; Gradlinigkeit; Rechtschaffenheit

Aroha

aufsteigend

Artha

Bedeutung; Sinn; Zweck; Objekt; Objekt der Wahrnehmung; Wunschobjekt; Werte 

Arthapatti

Anmaßung; eines der Beweise des Wissens

Arthartha

das Verlangen nach Werten

Artharthi

einer, der nach Werten verlangt

Arthavada

herrlicher Verlauf; überzeugender Ausdruck; Texte mit übertriebener Darstellung; übertriebene Verherrlichung zu einem bestimmten Zweck, um Menschen dahingehend zu beeinflussen, dass sie einer bestimmten Linie folgen.

Arundhati-nyaya

der Stern Arundhati ist nur selten mit bloßem Auge sichtbar; um ihn zu finden, muss man zunächst nach größeren Sternen in seiner Nähe suchen, dann sucht man nach kleineren Sternen in unmittelbarer Umgebung, bis man schließlich den schwach leuchtenden Arundhati gefunden hat. Diese Methode, bei der Suche vom gröberen zum kleineren zu wandern, nennt man Arundhati-nyaya. Diese Methode wird besonders in der indischen Philosophie benutzt, wo die Menschen zunächst angespornt werden, niedere Formen zu verehren, dann zum Bhakti geführt werden, weiter zur Strenge der Smrtis kommen und letztendlich das Nichtduale (Advaita) der Upanishads und Ajati-vada studieren.

Arupa

formlos

Arupa-mano-nasa

Zerstörung des formlosen Geistes (wie in Videhamukti)

Arurukshu

Jemand, der versucht die Yogaleiter zu erklimmen

Aryadharma

Religion der Indo-Aryans; Vedische Religion

Aryavarta

das Gebiet Nordindiens, das von Indo-Aryans zu Anfang ihrer Ausbreitung besiedelt war

Asa

Hoffnung; Erwartung

Asabdam

geräuschlos (bezieht sich auf Brahman)

Asabdha

klanglos

Asadavarana

Eine Macht der Avarana Sakti, die einen Schleier über der Existenz von Brahman legt, und die uns glauben macht, es gäbe Brahman nicht; Verschleierung von Brahman. Dieser Schleier  muss durch Aparoksha Jnana (direkt geistig bekämpft) gelüftet werden.

Asadharana

außergewöhnlich

Asadharana-karana

außergewöhnliche Ursache

Asadharana-Nimitta

Hauptursache

Asakta

unberührt; selbstlos; resigniert

Asamavaya-karana

eine Nyaya Terminologie; unverbindliche Ursache; Töpferscheibe zur Herstellung von Tongefäßen

Asamavayi

ohne direkte Beziehung; eine Ursache für einen Nebeneffekt; nicht substantiell

Asambhava

unmöglich

Asambhavana

spirituelle Zweifel; dieses ist eine der drei Pratibandhas, die der Selbstverwirklichung im Wege stehen. Eine Art von Zweifel; unwahrscheinlich; Unfähigkeit der Gedanken: "Ich weiß genau, dass die Upanishads mit dem Absoluten konform sind. Doch wie ist das angesichts der Verschiedenartigkeit von Isvara, Jiva und des Universums möglich?" Diese Zweifel treten im Geist von Strebenden auf. Diese Zweifel müssen durch genaue Reflexion behoben werden. 

Asambita

unstetig

Asamprajnata-samadhi

höchster überbewusster Zustand, wo der Geist und die Ego-Sinne vollständig vernichtet sind.

Asamsakti

die fünfte Stufe (Zustand) auf dem Pfad der Erkenntnis, wo eine absolute Unberührtheit bezüglich der Objekte der Welt vorherrscht.

Asamvedana

ohne Reaktion des Geistes; unvergänglicher Zustand des untätigen Geistes; Nirvikalpa Samadhi; gedankenloser Zustand.

Asamyagdarsana

Bewusstheit des objektiven Universums; unvollkommene Vision

Asamyagdarsin

Jemand, der noch nicht das vollkommene Wissen erreicht hat; jemand, der noch keine vollkommene Vision erreicht hat und im Bewusstsein der Welt lebt.

Asana

körperliche Haltung; Sitzhaltung;

Asanaya

Hunger

Asanga

unberührt

Asanga-Bhavana

Gefühl oder Verhalten des unberührten Geistes

Asangoyam purusah

diese Purusa ist unberührt (zu Brahman hingezogen)

Asanti

Ruhelosigkeit; unruhiger Geist; abgelenkt

Asara

ohne Essenz; trocken; unfruchtbar

Asariraka

körperlos

Asat

nicht-existent; Nicht-Sein im Gegensatz zu Sat oder Sein oder Existenz oder Wirklichkeit; unwirklich

Asaya-bija

potentielle Saat; Saatgut, das viele Früchte hervorbringt

Asiddha

unvollkommen; nicht verwirklicht

Asmat

zu uns bzw. zu mir gehörig

Asmi

Ich bin; Ich existiere

Asmita

Egoismus; Ich-haftigkeit;

Asmita-nasa

Zerstörung des Egoismus oder der Ich-hafigkeit

Asmita-samadhi

Überbewusster Zustand unmittelbar unterhalb von Asamprajnata mit dem seelischen Gefühl von "Ich bin", "Aham Asmi"

Asmrti

Zustand des Unbewussten, Vergesslichkeit

Asparsa

Berührungslos; Name von Brahman

Asrama

Einsiedelei; die vier Stufen des Lebens, d.h. Brahmacarya oder Schülerschaft, Grhastha oder Haushaltungsvorstand; Vanaprasta oder Waldbewohner, und Sannyasa oder das Leben eines Mönchs

Asrama-dharma

Pflichten die sich auf die vier Stufen des Lebens beziehen

Asrama-karani

Pflichten der vier Stufen des Lebens

Asrupata

Tränenfluss

Astakshara mantra

Mantra mit acht Buchstaben: Om Namo Narayanaya

Astanga Yoga

Yoga mit acht Gliedern; Raja Yoga des Patanjali Maharsi

Astavadhani

Jemand, der acht Dinge gleichzeitig erledigt

Asteya

Nicht stehlen; eines der fünf Begriffe des Yama im Astanga Yoga

Asthi

Gnade

Asthira

wellenförmig und unstetig

Asthula

nicht grobstofflich; subtil; Brahman

Asti

es existiert; es ist; Brahman

Asti-bhati-priya

Sat-cit-ananda; die inneren Qualitäten des Brahman

Astra

Waffe, die mit einem Mantra angerufen/ erweckt wird

Asu

jegliches Streben zur Bewahrung des Lebens; Atem des Lebens; das Prana-vayu der fünf Pranas.

Asubha

Übel; Unheil

Asubha-vasana

unreiner Wunsch oder unreine Neigung

Asuci

unrein

Asuddha

ungereinigt; nicht rein

Asuddha-manas

unreiner Geist; niederer Geist mit üblen Eindrücken

Asuddha-maya

Maya gepaart mit Rajas; dieses ist Avidya Upadhi der Jiva; dieses wird als Malina Maya oder Malina Satva bezeichnet; unreines Maya; unreines Satva gemixt mit Rajas und Tamas.

Asuddha-sankalpa

beseitigen der Ureinheit

Asuddhi

Unreinheit

Asudravanasakti

die Kraft des schnellen Dahinschmelzens

Asukla

nicht weiß; schwarz

Asura

Dämon; üble Neigung im Menschen

Asuri-sampta

teuflische Qualitäten; dämonische Werte

Asuya

Eifersucht; Neidgefühl

Asvamedha-yajna

Pferdeopfer; eine komplizierte vedische Zeremonie, die von Königen zelebriert wurde, um einen Sohn zu bekommen oder Souveränität zu erlangen

Asvanaya

Pferdekutsche

Asvatta-vrksha

der heilige Peepul-Baum

Atadvyavrtti

Der Prozess, die Wahrheit zu erfahren mithilfe des Gegenteils; z.B. "das Selbst unterscheidet sich von den drei Körpern"

Atadvyavrtti-samadhi

der Samadhi, das ohne Hilfe auskommt; Samadhi durch die Verneinnung von Anatma (des Nicht-Selbst)

Atamabala

die Seelenkraft

Atanu

körperlos; Brahman

Atarkya

Das, was nicht begründet werden kann; Brahman

Atigraha

Objekt der Sinne

Atihi

Gast

Atilaghava

Überschreiten der Leichtigkeit

Atindriya

Jenseits der Sinneswahrnehmung

Atindriya-sukha

Glückseligkeit jenseits der Sinneswahrnehmung; die Glückseligkeit Brahmans oder des Absoluten

Atiprasna

zu viele Fragen; die Fragerei geht ins Uferlose; übersteigertes Maß an Fragen;

Atirvarnasrami

Jemand, der den Auftrag und das eigentliche Lebensziel überstiegen hat, ein Paramahamsa oder ein Avadhuta.

Atisukshma

extrem subtil

Atisya

Übermaß; höchste Vollkommenheit; Vorrangstellung;

Atita

Vergangenheit; über; jenseits; übersteigert

Atithi-yajna

Das Unterhalten und Bewirten der Gäste: eines der täglichen Pflichten des Hausherrn

Ativahika-deva

himmlisches Wesen, dessen Aktivität darin besteht, die Seele nach den Tod zu den verschiedenen Welten zu bringen, (d.h. zum Licht, Tag, Deva-Loka, Vayu-Loka; Candra-Loka, Vidyulloka, Indra-Loka Prajapati-Loka usw.)

Ativahikatva

Ein Stufe des Eingehens in andere Körper; die durch Gott bestimmte Eigenschaft, mit seinem subtilen Körper auf andere Körper überzugehen, um dort gute Handlungen zu beenden, die im Widerstreit zu Vergnügen an materiellen Gütern stehen.

Ativyapti

Redundanz: dieses ist eine der drei Prüfungen des Verstehens von Objekten. Dieses Situation tritt auf, wenn die entdeckte Charakteristik als allgemein gültig auch in anderen Objekten gefunden wird, z.B. alle Kühe haben vier Beine. In diesem Fall gilt das nicht nur für Kühe, sondern auch für andere Vierbeiner.

Ativyapti-dosa

ein Irrtum der Nyaya (Logik), wo eine Definition ungerechtfertigt über seine eigentliche Bedeutung hinaus ausgedehnt wird, z.B. eine Kuh ist ein "Horntier", dieses gilt auch für viele andere Tierarten!

Atma

Atman: das Selbst

Atma-bhava

das Gefühl, dass alles das Selbst ist

Atma-bodha

Wissen über das Selbst; auch der Name einer Arbeit von Sri Sankara

Atma-cintana

Reflexion über das Selbst oder den Atman

Atma-drsti

die Vision, indem alles als das Selbst gesehen wird

Atma-ghata

der Schlächter des Selbst; Selbstmord, physisch oder anders; Weltlichkeit; Unwissenheit über die Natur des Selbst

Atmaha

Zerstörung des Selbst

Atmajna

jemand, der das Selbst kennt; Seher mit Selbstbewusstsein

Atma-jnana

unmittelbare Erfahrung/ Kenntnis des Selbst; Brahma-Jnana

Atma-krida

jemand, der sich an dem eigenen Selbst erfreut

Atma-labha

das Erreichen der Selbstverwirklichung

Atma-lakshya

das Selbst als Meditationsobjekt der Vedantins

Atmanatma-viveka

die Unterscheidung zwischen dem Selbst und dem Nicht-Selbst

Atma-nistha

begründet in das Selbst

Atmanivedana

sein eigenes Selbst dem Göttlichen weihen; Selbsthingabe

Atma-prakasa

das fortdauernde Leuchten oder das Licht des Selbst

Atma-pratyaksha

direkte Wahrnehmung des Selbst

Atma-rati

im Selbst begründet sein

Atma-samarpana

sich selbst zu den Füßen des Herrn opfern

Atma-santusti

Zufriedenheit im eigenen Selbst

Atmasrayi

die Abhängigkeit in der Existenz von dem Selbst, wie am Beispiel von Isvara (pers. Gott)

Atma-trpta

jemand, der zufrieden im Selbst ruht

Atma-trpti

Zufriedenheit mit dem eigenen Selbst

Atma-vibhuti

spirituelle Werte als Konsequenz aus der Selbstverwirklichung

Atma-vicara

Fragen an das Selbst

Atma-vit

Kenner des Selbst

Atura-sanyasa

Sanyasa im Augenblick des Todes annehmen

Atyanta

zu viel; äußerst..

Atyantabhava

vollkommene Nicht-Existenz; außerordentlich unwirklich, z.B. wie das Horn eines Hasen, eine Lotusblüte am Himmel, der Sohn einer Schwangeren;

Atyantasat

außerordentliche Nicht-Existenz (wie Atyantabhava)

Atyantika

letztendlich; endgültig

Atyantika-pralaya

unmittelbare Befreiung; Befreiung des Individuums, was die vollkommene Vernichtung aller subjektiven Phänomene beinhaltet

Audasinya

gleichgültig gegenüber allen Sinneserfahrungen und allen Gegensätzen; ein hoher Zustand des Jnana

Aupadhika

Sinnesfreuden

Ausadi

Medizin; Kräuter

Avaccheda

Begrenzung; Sektion

Avaccinna-caitanya

Bewusstsein, das durch die Umstände begrenzt ist

Avadhuta

ein Asket, der sich von der Welt zurückgezogen hat; der sechste Orden der Sannyasins, normalerweise nackt; die höchste Stufe des Asketentums oder Tapas

Avaha

die Anrufung des Göttlichen durch Mantras, zu deren Offenbarung während der Verehrung

Avaikalya

Vollkommenheit; geistig nicht-abgelenkt

Avajna

Verachtung;

Avangmanogocara

jenseits von Sprache und Geist; Brahman oder das Selbst

Avantara-vakya

In der Vedanta die einleitenden Worte, um einen Schüler in die Bedeutung des höchsten Mahavakya des Absoluten, Brahman, einzuweihen.

Avarana

Schleier der Unwissenheit

Avarana-abhava

Abwesenheit des verdeckenden Schleier

Avarana-bhanga

Zerstörung des Schleiers der Unwissenheit

Avarana-sakti

die verschleiernde Macht von Maya; Avidya im Individuum

Avaroha

Abstieg

Avasana

Ende; vollendet; beendet

Avastatraya

drei Zustände des Geistes, d.h. Wachen, Träumen und Tiefschlaf

Avastha

Zustand

Avasthantargataprapti

der Zustand, wo der Effekt beseitigt ist und man in die Ursache eingeschlossen wird

Avastu

Nicht-materiell; Nicht-substantielle; Nichts; ohne die Charakteristik eines Gegenstandes, der an den Raum und die Zeit gebunden ist.

Avatara

Abstieg; steigt von der göttlichen in die menschliche Ebene herab; Inkarnation.

Avatara-vada

Die Doktrin, die daran festhält, dass Gott die menschliche Form annimmt.

Avayava

Glied; Mitglied

Avecceda-upadi

einschränkende Begleiterscheinung; begrenzende Situation

Avecceda-vida

Doktrin der Beschränkungen; die Doktrin, dass die Seele das höchste Selbst ist, die durch die Umstände begrenzt ist.

Avibhaga

Nicht-trennbar; Nicht-bestimmbar;

Avicchinna

fortlaufend; ungetrennt; nicht abgetrennt

Avici

bewegungslos; auch ein Name einer Region in der Hölle

Avidhi

Riten, die nicht in Übereinstimmung mit den Sastras (Schriften) vorgenommen werden;

Avidya

Unwissenheit; eine Sakti oder brahmanische Kräfte der Illusion, die als Maya oder als dessen Gegenteil bezeichnet werden. Sie bildet die Bedingungen der individuellen Seele und wird auch als Ajnana oder Asuddha-maya bezeichnet. Sie bildet das Karana Sarira des Jiva. Dieses ist Malina oder unreines Satva.

Avidyanasa

Zerstörung der Unwissenheit; Befreiung von Bindung und Verkörperung.

Avidya-nivritti

das Beseitigen der Unwissenheit; Moksha

Avidya-samskara

der Eindruck von grundlegender Unwissenheit

Avidyopadhi-paricchinna

dieses ist die Natur von Jivas. Paricchinna bedeutet geteilt, endlich. Jiva (das Individuelle) ist endlich mit den einschränkenden Begleitumständen der Unwissenheit.

Avijnata

unbekannt; Brahman

Avikari

unveränderlich; Brahman

Avinasi

unzerstörbar

Avinmukta

die nicht-befreite Seele

Avirati

nicht leidenschaftslos; sinnliche Nachgiebigkeit

Avirodha

ohne Gegensatz, d.h. von rechtem Wissen und von rechtem Wissen über andere Systeme des gleichen Prinzips; richtiges Begründen; der zweite Abschnitt der Brahma Sutras heißt Avirodha-adhyaya.

Avisvasa

Misstrauen

Aviveka

Nicht-Unterscheidungsfähigkeit

Avrtta-caksuh

jemand, der seinen Blick nach innen gerichtet hat

Avsthasthiti

veränderungslos; fortdauernd

Avyabhicarini-bhakti

die Hingabe zu einer Sache allein; die unbeirrte Liebe zum Herrn in jeder Hinsicht

Avyakrita

unbestimmt

Avyakta / Avyaktam

nicht offenbart; unsichtbar; wenn die drei Gunas in einem ausgewogenen Zustand vorherrschen; das Undifferentierte

Avyakta-drsti

die Sicht vom Standpunkt des Unendlichen, Ewigen, Ganzen.

Avyakta-nada

der nicht-offenbarte Klang

Avyapadesya

unbeschreiblich

Avyapti

das Nicht-einschließen eines Teils eines definierten Gegenstandes.

Avyavahara

frei von weltlichen Aktivitäten

Avyavaharya

unnütz; jenseits der weltlichen Nutzbarkeit

Avyavahita

nah; sofort; direkt; ohne Einbeziehung eines Objektes

Avyaya

unerschöpflich; unveränderlich; nichtauflösend

Ayam gatah asti

diese Existenz ist die Wirklichkeit oder Brahman, nicht jene Form, (jar)

Ayama

eingeschlossen; nicht-zurückgezogen

Ayama

Ausdehnung

Ayamatma-brahma

dieses Selbst ist das Absolute; (aus den Upanishads)

Ayana

Bewegung; die Sonne bewegt sich vom südlichen zum nördlichen Wendekreis

Ayukta

jemand, der sich nicht konzentrieren kann; jemand, der kein Yogi ist

Ayuta-siddha

nachweislich untrennbar und innewohnend; -

Ayuta-siddhi

der Beweis der Untrennbarkeit bestimmter Dinge gemäß der Vaisesika Philosophie